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Regionalleiter des Netzwerks Hypophysentumoren trafen sich zum Informationsaustausch mit Medizinern der MediClin Robert Janker Klinik

Ärzteteam stellte Behandlungsmöglichkeiten endokriner Erkankungen vor

Bonn, 27.04.2011 –  Die Leiter der Regionalgruppen des "Netzwerk Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen e.V." haben sich am Samstag, den 16. April 2011 auf einer zweistündigen Fachveranstaltung über endokrine Behandlungsmöglichkeiten an der MediClin Robert Janker Klinik in Bonn informiert. Im Rahmen des jährlichen bundesweiten Treffens der Gruppenleiter, das diesmal in Königswinter ausgerichtet wurde, konnten über 30 Teilnehmer einen Einblick rund um die Therapiemöglichkeiten dieses Erkrankungsbildes mit punktgenauen Bestrahlungssystemen gewinnen. Auch der international ausgewiesene Experte auf dem Gebiet der Endokrinologie, Prof. Dr. Dietrich Klingmüller der Universitätsklinik Bonn und Dr. Ulrich Deuß, niedergelassener Endokrinologe aus Köln, waren zu Gast in der Fachklinik.

Mit Interesse verfolgte die Gruppe die Vorführung der Bestrahlungsplanung und des -ablaufs an zwei Linearbeschleunigern. „Sehr spannend“, sagte ein Teilnehmer aus Aachen. „Eine einmalige Möglichkeit für uns auch als Laien zu verstehen, wie so ein Vorgang funktioniert und was die Patienten erwartet. Unsere Mitglieder werden sich gut informiert fühlen.“
„Der Informationsaustausch mit unterschiedlichen Netzwerken im Bereich Tumorenerkrankungen ist für unsere Arbeit wichtig. Wir können so den Patienten außerhalb der Therapie über Ihre Gruppe anschaulich zeigen, was sie während der Behandlung erwartet“, erklärte Dr. Susanne Oberste-Beulmann, Chefärztin für Strahlentherapie und Radioonkologie an der Fachklinik.

Hypophysentumoren sind meist Adenome (Drüsengeschwülste), die von Zellen des Hypophysenvorderlappens ausgehen und gutartig sind, das heißt gegenüber ihrer Umgebung scharf begrenzt wachsen und keine Metastasen bilden. Das Krankheitsbild tritt relativ selten auf. Allerdings entwickelt sich der Tumor meist langsam und wird daher oft spät entdeckt. Je nach Größe des Tumors können schwerwiegende Symptome wie Hormon- oder Sehstörungen auftreten. Auch Störungen des Salz- und Wasserhaushalts sind keine Seltenheit. Ein sich in der Hirnanhangdrüse bildender Tumor kann aber auch ganz ohne Symptome verlaufen: Bei einem Viertel aller Autopsien findet sich ein kleiner Hypophysentumor, der sich zu Lebzeiten nicht bemerkbar gemacht hat.

Oberste-Beulmann, Oberarzt Andreas Gathmann und der Neurochirurg, PD Dr. Jan Boström, informierten zudem über spezielle stereotaktische (einzeitig, mehrzeitig) Bestrahlungsformen bei dieser Erkrankung. Boström verwies in seinem Vortrag auch auf den notwendigen interdisziplinären Austausch der Disziplinen Endokrinologie, Strahlentherapie und Neurochirurgie, um die oft sehr komplexen Fälle optimal behandeln zu können. Oberste-Beulmann und Helmut Kongehl, Bundesvorsitzender des Netzwerks, unterstützten dies uneingeschränkt: „Die Patienten sind bei der Behandlung auf verschiedene Fachrichtungen angewiesen und diese müssen gut funktionieren, um jederzeit eine optimale Koordination der Behandlung anbieten zu können“, sagte Oberste-Beulmann. „Ein guter Austausch innerhalb des Ärzteteams ist für die Therapie entscheidend. Diese Voraussetzungen sind hier gegeben, und dies möchten wir an die Betroffenen gern weitergegeben“, ergänzte Kongehl.

Beeindruckt waren die Teilnehmer auch von der persönlichen Atmosphäre in der Fachklinik. „Nur so können sich unsere Patienten wohlfühlen und es stärkt Ihr Vertrauen in unsere Arbeit“, erklärte Oberste-Beulmann am Ende der Veranstaltung.

 
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