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Gynäkologische Tumoren

Gynäkologische Tumoren können unterschiedliche Organe befallen: den Eierstock, die Gebärmutter, den Gebärmutterhals sowie die Scheide und die äußeren Geschlechtsorgane. Bestimmte Tumoren treten nur im höheren Lebensalter auf, anderen hingegen schon in jüngeren Jahren.

Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometriumkarzinom)

Bei Gebärmutterschleimhautkrebs bilden sich Tumoren in der Schleimhaut der Gebärmutter. Ärzte unterscheiden zwei Typen von Tumoren:

  • östrogenabhängiges Typ 1 Karzinom
  • östrogenunabhängiges Typ 2 Karzinom

Risikofaktoren

Zu den Risikofaktoren, die Gebärmutterschleimhautkrebs begünstigen, zählen u. a.:

  • Adipositas
  • Bluthochdruck
  • frühe Menstruation und späte Menopause

Gebärmutterschleimhautkrebs erkennen

In den meisten Fällen bleibt ein Gebärmutterschleimhautkrebs im Frühstadium unerkannt, weil kaum Symptome auftreten. Auf einen Tumor hinweisen können aber

  • Ausflüsse und Blutungen vor der Memopause sein, die nicht mit der Periode zusammenhängen.
  • jegliche Blutung nach der Memopause.

Ein Besuch beim Frauenarzt klärt ab, ob Gebärmutterschleimhautkrebs vorliegt.

Behandlung

Die Behandlung von Gebärmutterschleimhautkrebs hängt vom Stadium der Krebserkrankung ab. In den meisten Fällen operiert der Arzt den Tumor. Bei einem inoperablen Tumor behandelt der Arzt den Tumor mit Bestrahlung.

Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom)

Scheidenkrebs gehört zu den selteneren Krebsformen. Er entsteht meist, weil sich Tumoren aus benachbarten Organen,  z.B. dem Gebärmutterhals oder der Harnröhre, in die Scheide ausbreiten. Vorwiegend Frauen zwischen 60 und 65 Jahren sind von Scheidenkrebs betroffen.

Risikofaktoren

Risikofaktoren für die Entstehung von Scheidenkrebs sind u.a.:

  • Infektionen mit Viren, die das Deckgewebe der Schleimhäute befallen
  • erhöhte Strahlenbelastung im Beckenbereich
  • Frauen, deren Mütter während der Schwangerschaft mit dem Medikament DES (Diethylstilböstrol) zur Verhinderung von Fehlgeburten behandelt wurden

Scheidenkrebs erkennen

Symptome für Scheidenkrebs machen sich erst im fortgeschrittenen Stadium bemerkbar und können sein:

  • zäher, blutiger Ausfluss oder Scheidenblutungen
  • Unterleibschmerzen
  • Organstörungen (Harnblase, Darm)

Behandlung

Scheidenkrebs lässt sich gut mittels Strahlentherapie behandeln. Bei einem ausgebreiteten Tumor muss ein Arzt häufig auf operative Maßnahmen zurückgreifen.

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)

Der Eierstockkrebs ist ein sehr aggressiver und häufig auftretender Tumor. Es gibt mehrere Typen von Eierstockkrebs, abhängig von welchem Zelltyp der Krebs ausgeht. Der Tumor tritt meist bei Frauen in einem Alter von über 50 Jahren auf, kann jedoch auch jüngere Frauen betreffen.

Risikofaktoren

Folgende Faktoren können u.a. das Risiko für Eierstockkrebs erhöhen:

  • erbliche Veranlagung
  • Kinderlosigkeit oder spätes Gebären
  • Adipositas

Häufige Schwangerschaften und die Verhütung mit der Pille scheinen das Risiko eher zu senken.

Eierstockkrebs erkennen

Eierstockkrebs macht ist meist erst im Spätstadium bemerkbar. Frühe Anzeichen für Eierstockkrebs, die beachtet werden müssen, können sein:

  • unbestimmte Bauchbeschwerden, Druckgefühl, Schmerzen im Beckenbereich
  • aufgeblähter Bauch durch Flüssigkeitsansammlung
  • unklare Verdauungsbeschwerden

Behandlung

Sehr häufig bleibt Eierstockkrebs im Frühstadium unerkannt, weshalb die Heilungschancen eher schlecht stehen. Im Rahmen der Behandlung kann der Arzt den Tumor operativ entfernen oder verkleinern. Anschließend erhält die Patientin eine Chemotherapie.

Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

Der Gebärmutterhals ist die Verbindung zwischen Scheide und Gebärmutter. Durch Geschlechtsverkehr können sogenannte Humane Papillomviren (HPV) übertragen werden, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Betroffene Frauen sind durchschnittlich 53 Jahre alt.

Risikofaktoren

Neben einer HPV-Infektion beeinflussen u.a. folgende Faktoren das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken:

  • hohe Anzahl wechselnder Sexualpartner
  • früher Beginn sexueller Aktivität
  • viele Schwangerschaften (v.a. in jungen Jahren)
  • Dauer der Pilleneinnahme

Heutzutage können sich Mädchen und Frauen gegen bestimmte krebserregende Typen der HP-Viren impfen lassen. Das Erkrankungsrisiko reduziert sich dadurch deutlich.

Gebärmutterhalskrebs erkennen

Frauenärzte in Deutschland bieten eine jährliche, kostenlose Untersuchung zur Krebsfrüherkennung an. Ein Zellabstrich vom Gebärmutterhals gibt dabei Aufschluss über mögliche Zellveränderungen. Diese Veränderungen kann der Arzt behandeln, bevor Gebärmutterhalskrebs entsteht.

Folgende Anzeichen können u. a. auf Gebärmutterhalskrebs hindeuten:

  • übelriechender Ausfluss
  • ungewöhnliche Blutungen
  • Unterleibs- oder Beckenschmerzen
  • Schmerzen bei Wasserlassen oder Stuhlgang

Behandlung

Zur Behandlung von Gebärmutterhalskrebs kommen – einzeln oder kombiniert – folgende Möglichkeiten infrage:

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