Krankheitsbild: Prostatakrebs

Krankheitsbild: Prostatakrebs

Eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Männern ab 50 Jahren. Beim Prostatakrebs handelt es sich um einen bösartigen Tumor an der Vorsteherdrüse (Prostata).

Was ist Prostatakrebs?

Prostatakrebs (sog. Prostatakarzinom) ist unter Männern in Deutschland die häufigste Krebserkrankung. Beim Prostatakrebs handelt es sich um einen malignen (bösartigen) Tumor an der Vorsteherdrüse (Prostata). Vorwiegend Männer ab 50 Jahren sind betroffen.

Die Ursachen von Prostatakrebs sind immer noch weitgehend unbekannt, folgende Risikofaktoren werden mit der Entstehung in Zusammenhang gebracht:

  • Familiäre Vorbelastung: Sind Verwandte (z. B. Vater, Bruder) betroffen, ist das Risiko selbst zu erkranken erhöht.  
  • ungesunde Ernährung 
  • mangelnde Bewegung
  • Rauchen und Alkoholkonsum

Welche Symptome treten bei Prostatakrebs auf?

Im frühen Stadium der Erkrankung sind die Symptome kaum erkennbar bzw. zuzuordnen. Um Metastasen und Tumorbildungen im Bereich der Prostata frühzeitig zu erkennen, sollten Sie Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.

Im fortgeschrittenen Stadium einer Prostatakrebserkrankung treten Symptome verstärkt auf. Typische Merkmale von Prostatakrebs neben allgemeinen Symptomen, wie Gewichtsverlust und Anämie (Blutmangel), sind:

  • Probleme beim Wasserlassen
  • häufiger Harndrang
  • Schwierigkeiten bei Darmentleerung
  • Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit
  • Schmerzen beim Samenerguss
  • Schmerzen in der Prostata
  • Erektionsstörungen

Prostatakrebs feststellen

Um Prostatakrebs zu diagnostizieren, werden diese Verfahren eingesetzt:

  • digital-rektale Untersuchungen
  • Magnetresonanztomographie (MRT)
  • Transrektale Sonographie (Ultraschalluntersuchung)
  • Transrektale oder perineale Stanzbiopsie (Gewebeentnahme zur Untersuchung)
  • Im fortgeschrittenen Stadium veranlassen wir eine Computertomographie (CT)
  • Untersuchung auf erhöhten PSA-Wert (Das Prostata-spezifische Antigen (PSA) ist ein nur von der Prostata gebildetes Eiweiß. Prostatakarzinome bilden ebenfalls PSA, allerdings bis zu zehn Mal mehr. Deshalb lässt ein erhöhter PSA-Wert Rückschlüsse über Prostatakrebs zu.)

Durch diese Untersuchungen kann Ihr behandelnder Arzt die Krebsstadien von Prostatakrebs besser beurteilen, um eine entsprechende Therapie zu planen.

Wie wir Prostatakrebs behandeln

Unsere Therapien

Abhängig von Stadium, Art und Ausbreitung des Tumors sowie vom Alter des Patienten wenden wir verschiedene Therapien an. Die Heilungschancen bei Prostatakrebs sind vor allem bei einer frühzeitigen Diagnose sehr gut.

Folgende Therapien wenden wir an:

  • Strahlentherapie
  • Brachytherapie (direkte Bestrahlung im Gewebe)
  • Hormontherapie
  • Chemotherapie
  • Prostataembolisation (Einführung von Mikrokügelchen in die Prostatarterien, um diese zu verschließen)

Goldmarkerimplantation und Hydrogelinjektion beim Prostatakarzinom

Goldmarkerimplantation 

Bei der sogenannten Goldmakerimplantation werden vor Beginn der Strahlentherapie ultraschallgesteuert Goldmarker in die Prostata implantiert (bei anderen Organen wird dies per Computertomographie gesteuert). Die Goldmarker werden mit Röntgenuntersuchungen aus zwei Ebenen vor jeder Bestrahlung lokalisiert. So kann die Lage der Prostata (oder eines anderen Zielorgans) im Körper präzise erfasst werden. Die Position des Bestrahlungstisches wird entsprechend angepasst. Durch die Verwendung der Goldmarker können die Sicherheitsabstände bei der Strahlentherapie minimiert werden: Der Tumor wird optimal erfasst und das umliegende Gewebe geschont.

Hydrogelinjektion als Abstandshalter

Ziel der Strahlentherapie ist immer, den Tumor möglichst gut zu erfassen, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Insbesondere bei der Bestrahlung des Prostatakarzinoms kann dazu zwischen Prostata und Enddarm ein Hydrogel als Abstandshalter eingebracht werden. 

Über eine dünne Nadel wird einmalig ultraschallgesteuert ein Gel implantiert, das einen konstanten Abstand von ca. 1 cm für die Dauer der gesamten Strahlentherapieserie gewährleistet. Eigene Studien haben bewiesen, dass der Enddarm dadurch sehr gut geschont wird. Langfristige Nebenwirkungen (z.B. beim Stuhlgang) konnten auch nach bis zu fünf Jahren nach der Strahlentherapie nicht festgestellt werden.  

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Wer Sie behandelt

Prof. Dr. med. Michael Pinkawa

Prof. Dr. med. Michael Pinkawa

Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie

MEDICLIN Robert Janker Klinik

PD Dr. med. Attila Kovács

PD Dr. med. Attila Kovács

Chefarzt der Klinik für Interventionelle und Diagnostische Radiologie

MEDICLIN Robert Janker Klinik

Wie Sie uns kontaktieren können

Jutta Büsscher

Jutta Büsscher

Sekretariat der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie

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