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1. Bonner Symposium für Onkologie und Palliativmedizin für Fachkreise

MediClin Robert Janker Klinik und ZAHO berichten über den aktuellen Stand in der  Pharmako- und Strahlentherapie sowie palliativmedizinischer Schmerztherapie

Bonn, 16. September 2011 –  Ärzte, Pflegekräfte und Vertreter der Gesundheitswirtschaft informierten sich am 14. September 2011 auf dem 1. Bonner Symposium für Onkologie und Palliativmedizin über die Entwicklung der Möglichkeiten multiprofessioneller Intervention in den beiden Fachdisziplinen Onkologie und Palliativmedizin. Die mit rund 100 Teilnehmern gut besuchte Veranstaltung wurde von der MediClin Robert Janker Klinik, Klinik für Palliativmedizin, und dem Zentrum für ambulante Hämatologie und Onkologie (ZAHO) im Hotel Königshof in Bonn ausgerichtet.
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung galt dem inter- und multidisziplinären Gespräch, welches in der Palliativmedizin und Onkologie eine große Bedeutung zukommt.

Zu Beginn begrüßte Dr. Hartmud Wolter, Facharzt für Innere Medizin von ZAHO, die Teilnehmer. Nach einer kurzen Einführung in die Palliativmedizin berichtete Dr. Katri Elina Clemens, Chefärztin für Palliativmedizin an der MediClin Robert Janker Klinik, über das Symptom des Tumorschmerzes. „Dieser kann schnell sehr stark werden“, erklärte die Medizinerin. Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe erkrankten jedes Jahr 450.000 Menschen in Deutschland an Krebs, in deren Folge rund 80 bis 90 Prozent der Betroffenen therapiebedürftige Schmerzen entwickelten, so Clemens weiter. Auf der Palliativstation werde der Patient dahingehend umfassend betreut. „Die Anforderungen an die Medikation sind hoch. Diese muss gut verträglich sein, gleichzeitig aber jederzeit gut steuerbar und möglichst niedrige Nebenwirkungen aufweisen“. Neben der Schmerzlinderung, die in der Regel nach der entsprechenden Einstellung gut greife, sei die ganzheitliche Betreuung des Betroffenen durch das multiprofessionelle Team entscheidend. Der nächste Beitrag von Dr. Markus Faust, Oberarzt für Palliativmedizin an der MediClin Robert Janker Klinik beschäftigte sich mit einem weiteren häufig bei Krebspatienten auftretenden Symptom – der Fatique (Müdigkeit, Schwäche). „Diese tritt bei über 75 Prozent der Patienten im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit auf“, so Faust. Wichtig sei, die Fatique wahr- und anzunehmen. Nur so könne eine gezielte Intervention erfolgen.

Anschließend wurden in weiteren Vorträgen des ZAHO-Expertenteams neue Behandlungsmöglichkeiten verschiedener Krebserkrankungen (Bronchial-, Magen-, Nierenzellkarzinom) vorgestellt.
Dr. Susanne Oberste-Beulmann, Chefärztin für Strahlentherapie an der MediClin Robert Janker Klinik, erörterte abschließend die Behandlungsmöglichkeit von Tumorschmerzen mit Hilfe der palliativen Strahlentherapie. Diese wird beispielsweise bei frakturgefährdeten Knochenmetastasen oder Hirnmetastasen empfohlen. „Bei 60 bis 80 Prozent der bestrahlten Patienten tritt schnell eine Besserung ein, und das schon innerhalb einer Woche“, so Oberste-Beulmann. Die Behandlungsmethode sei hoch effektiv und weitestgehend gut verträglich für die Patienten. „Sie trägt vor allen Dingen zur Verbesserung der Lebensqualität bei“, erklärte die Medizinerin.

Es folgte eine lebhafte Diskussion zwischen Referenten und Publikum. Das nächste Symposium für Onkologie und Palliativmedizin findet 2012 statt.