Die diagnostische Radiologie und Neuroradiologie dient als wichtiger Baustein des multimodalen und interdisziplinär vernetzten Behandlungskonzepts unserer Klinik und betreut sowohl stationäre als auch ambulante Patienten.
Ihre Beiträge sind sowohl die Primärdiagnostik, als auch die fortlaufende Verlaufskontrolle unter Therapie, für ein breites Erkrankungsspektrum des zentralen Nervensystems, der inneren Organe und des Bewegungsapparates.
Die Diagnostik erfolgt – der jeweiligen Fragestellung angepasst – unter Einsatz modernster Gerätetechnik: Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT), digitale Subtraktionsangiographie (DSA), konventionelle Röntgenbildgebung einschließlich Durchleuchtung und Ultraschall.
Vernetzt sind wir dabei mit der interventionellen Radiologie, Neuroradiologie und Radioonkologie, der Strahlentherapie, der Onkologie, der Neurologie, Neurochirurgie und Neuroonkologie, sowie der Urologie und der Orthopädie. Hierdurch ist es uns möglich, Krankheiten nicht nur sicher und schnell zu diagnostizieren, sondern auch unter Nutzung unseres interdisziplinären Netzwerks eine zeitnahe und effektive Behandlung für unsere Patienten zu gewährleisten.
Der Fokus unserer Klinik liegt vor allem auf folgenden Schwerpunkten:
- Maligne Erkrankungen: Erstdiagnose und Verlaufskontrolle unter Therapie, sowie Behandlungsplanung bei radiotherapeutischen und interventionellen Maßnahmen
- Multiple Sklerose und andere entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems
- Schlaganfalldiagnostik einschließlich MR- und CT-Angiographie und MR-Perfusion.
- Epilepsie
- Demenz
- Gutartige intrakranielle Tumoren, wie Menigeome, Akkustikusschwannome und Hypophysenadenome, einschließlich Behandlungsplanung in Kooperation mit den jeweiligen Fachabteilungen
- Differenzierte Abklärung der häufigen, aber eben häufig unterschätzten und nicht adäquat diagnostizierten Symptome Kopfschmerz, Rückenschmerz und Schwindel
- Differenzierte Abklärung von Leberherden und Einsatz multimodaler diagnostischer Methoden und, so nötig, mit der Option einer zeitnahen Behandlungsplanung in Kooperation mit den jeweiligen Fachabteilungen
- Bioptische Gewebsentnahmen zur Diagnosesicherung unter CT Kontrolle
Gerne stellen wir Ihnen die zur Verfügung stehenden Untersuchungsmodalitäten vor:
Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie):
Funktionsweise: Ein durch flüssiges Helium auf -240°C gekühlter supraleitender Magnet beeinflusst die Ausrichtung der Spin-Achse der Kerne von Wasserstoffatomen, die dadurch mit Hilfe einer Hochfrequenzspule quantitativ und qualitativ messbar werden.
Indikation: Darstellung nicht röntgendichten Gewebes, Gefäßdarstellung, Neuroradiologie.
Achtung bei Herzschrittmacher, Defibrillatoren und andere implantierte medizinische Geräte mit beweglichen Teilen oder elektronischen Komponenten.
Computertomographie (CT):
Funktionsweise: Ringförmige angeordnete Röntgenstrahler/Detektoren Kombination Durchleuchten den Körper des Patienten aus mehreren Richtungen gleichzeitig, während ein mobiler Tisch den Patienten durch den Ring bewegt.
Indikation: Erkrankungen röntgendichter Strukturen, Blutungsausschluß, Statuserhebung bei Tumorleiden.
Röntgen:
Funktionsweise: Eine Röntgenquelle kommt zum Einsatz, die den Körper des Patienten durchstrahlt; es kommt zur Registrierung der verbleibenden Röntgenstrahlen durch Film oder Detektor.
Indikation: Lungenübersicht, Verletzungen des Skeletts.
Digitale Subtraktionsangiographie (DSA):
Funktionsweise: Die DSA ist eine Spezialuntersuchung mit einer Röntgenquelle. Dabei wird die, nacheinander augenommene Darstellung unkontrastierter und anschliessend kontrastierter Gefäße voneinander subtrahiert, so dass letztlich nur die kontrastierten Gefäße zu sehen sind und der unveränderte Hintergrund "weggerechnet" wird. Die DSA ist das Standarverfahren um über die Gefäße Katheter-Eingriffe durchzuführen.
Indikation: Endovaskuläre Interventionen
Ultraschall:
Funktionsweise: Piezoelektrische Kristalle werden in Vibrationen versetzt und senden Ultraschallwellen im Bereich von 10 – 20.000 Hertz aus. Die Reflektion der Wellen erfolgt in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des beschallten Körpergewebes, es ergibt sich ein differenziertes und dynamisches Bild.
Indikation: Breites Spektrum an Fragestellung, betreffend v. a. die inneren Organe; kommt ohne Strahlung aus.
Häufig gestellte Fragen:
Röntgenstrahlen – sind die gefährlich für mich ?
Röntgenstrahlen stellen in der Tat ein Gefahrenpotential für den Menschen dar, denn es handelt sich um sogenannte ionisierende Strahlen, die das Potential haben, ihre Energie auf die molekulare Strukturen des Erbguts zu übertragen, und dadurch bleibende Zellschäden auslösen können.
Dies muß jedoch einerseits im Kontext der relativen Strahlenbelastung gesehen werden – ein Flug nach Los Angeles oder ein Tagesaufenthalt auf der Zugspitze führen zu einer höheren Strahlenbelastung als eine Röntgenuntersuchung, auf Grund der Zunahme kosmischer Strahlenbelastung – anderseits im Zusammenhang mit der Fragestellung; ein nicht rechtzeitig aufgefundener Krebs richtet natürlich größeren Schaden an, als die Röntgenuntersuchung.
Es ist Aufgabe des Radiologen, die anfallenden Röntgenuntersuchungen so zu planen, dass sie den optimalen diagnostischen Nutzen bei minimaler Strahlenbelastung erhalten.
Und was ist mit den Kontrastmitteln, die in meine Venen gespritzt werden ? Muß ich da etwas besonderes beachten ? Sind die gefährlich ?
Sowohl CT als auch MRT verwenden für bestimmte Fragestellung intravenös zu verabreichende Kontrastmittel, basierend auf Iod, respektive Gadolinium.
Eine allergische Reaktion ist auf beide KM möglich, aber unwahrscheinlich (Iod: 1 : 3000, Gadolinium 1 : 15000). Bei bereits bekannter Allergie ist eine KM Gabe dennoch möglich, wenn ein KM-Allergie Protokoll eingehalten wird. Die KM interagieren nicht mit dem Körperstoffwechsel und beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit nicht.
KM können nicht gegeben werden bei Nierenschwäche oder Schwangerschaft. Iodhaltige KM sollten nicht mit der pharmazeutischen Substanz Metformin (Antidiabetikum) kombiniert werden.
Sollte einer der o. g. Kontraindikationen auf Sie zutreffen, geben Sie das bitte beim Anmeldungsgespräch an; Sie werden dann zur weiteren vorbereitenden Abklärung mit dem zuständigen Radiologen verbunden.
Tut mir leid, aber die enge Röhre des Kernspintomographen ist nichts für mich. Haben sie da keine Alternativen ?
Viele Patienten empfinden im engen Untersuchungsraum des MRT Beklemmungen. Es stehen uns hier mehrere Lösungsmöglichkeiten zur Verfügung, u. a. die Untersuchung in Sedierung oder Kurznarkose. Bitte sprechen Sie dieses Problem während des Anmeldungsgespräches an, Sie werden dann mit dem zuständigen Radiologen verbunden.
Röntgenstrahlen können den Körper belasten, das haben sie erklärt. Aber was ist mit Ultraschall und der Kernspintomographie ? Belasten die mich ebenfalls ?
Diese Frage lässt sich kurz und prägnant beantworten, vor allem aber: Im Sinne des Patienten, nämlich mit: Nein.