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Bildgesteuerte Biopsie

Jede Krebsdiagnose muss vor Einleitung der Therapie durch eine mikroskopische Untersuchung für die feingewebliche Diagnose (Histopathologie) verifiziert werden. Von der sicheren Diagnose sowie von der Klassifikation (präzisen Typisierung und Malignitätsgradierung) des Tumors hängt die nachfolgende Therapie entscheidend ab. Die am häufigsten verwendete Methode für die Gewinnung von Gewebsproben ist die bildgesteuerte Stanzbiopsie. Je nach Nadelkaliber können Gewebszylinder von ca. 0,5-1,5mm Durchmesser gewonnen werden, die ausreichen um Typ und Grad des jeweiligen Tumors zu bestimmen.

Verfahrensbeschreibung: der Eingriff erfolgt unter sterilen Bedingungen. Die Einstichstelle an der Haut wird örtlich betäubt. Eine Narkose ist nicht notwendig. Die suspekte Läsion wird perkutan (durch die Haut) mit einer Führungssonde punktiert. Diese Methode, die für die Patienten sehr gut verträglich ist hat den Vorteil, dass über die Führungssonde mehrere Proben (meistens drei) entnommen werden können ohne mehrfach die unangenehmen Stiche durch die Haut und durch Organkapseln vornehmen  zu müssen. Die Entnahme der Proben erfolgt so schnell, dass sie meistens völlig schmerzfrei ist.

Indikation: alle suspekten Läsionen mit Verdacht auf einen bösartigen Tumor, bei V.a. Tumorrezidiv und für die Bestimmung der Tumorklassifikation

Vorteile des Verfahrens: die computertomographiegesteuerte (CT) Punktion ist einer der anerkannten Verfahren für die zielsichere Gewinnung von Gewebe. Der wesentliche Vorteil dieser Bildsteuerung liegt in der überlagerungsfreien und exakt reproduzierbaren Darstellung aller Organe und der Nachbarschaftsstrukturen. Die CT ist das universell zur Steuerung von Punktionen anwendbare Verfahren weil es ein großes Spektrum der darstellbaren Organe hat (auch Lunge und Knochen) und selbst kleine Befunde (unter 1 cm Durchmesser) gut nachzuweisen vermag. Die CT ist auch Methode der Wahl um den gefahrlosesten Zugangsweg zum Zielbefund aufzusuchen. Durch das insgesamt geringe Risikoprofil ist dieser Eingriff meist ambulant durchführbar. Die enge Kooperation der MediClin Robert Janker Klinik mit dem Pathologischen Institut stellt eine schnelle und präzise feingewebliche Befunderhebung sicher.