Klinikfinder
Drucken Drucken Artikel versenden Artikel versenden

Lokoregionäre Tumortherapie in der Interventionellen Onkologie

Je nach Art des Primärtumors ist in bis zu 80% der Fälle eine Metastasierung in die Leber zu erwarten. Dieser Leberbefall ist in vielen Fällen entscheidend für das Überleben und beeinflusst maßgeblich die Lebensqualität. Auch wenn die operative Tumorentfernung unter dem Gesichtspunkt der Kuration (Heilung) nach wie vor der Goldstandard ist, zeigen die Erfahrungen aus dem klinischen Alltag, dass zum Zeitpunkt der Diagnosestellung weniger als 30% der Patienten kurativ operabel ist. In der lokalen und lokoregionalen Tumortherapie spielen deshalb die interventionellen Verfahren eine zunehmend wichtige Rolle. Durch die symbiotischen Therapieeffekte der interventionellen Verfahren zusammen mit der optimierten systemischen Chemotherapie kann bei vielen Tumorleiden eine Verbesserung erzielt werden - sowohl hinsichtlich einer potentiellen Kurabilität, wie auch in Bezug auf das Langzeitüberleben und Zugewinn an Lebensqualität. Insbesondere aber nicht ausschießlich in der Phase des isolierten metastatischen Befalls der Leber stellen lokoregionale interventionelle Verfahren ein sinnvolles Konzept zur Verbesserung der Prognose und Lebensqualität dar. Ein weiterer Vorteil der großen Auswahl an endovaskulären und perkutanen interventionellen Verfahren ist, dass ihr Einsatz sehr individuell auf die Patienten zugeschnitten werden kann, wobei auch die Kombination verschiedener Verfahren möglich ist. Interventionelle Verfahren sollten möglichst frühzeitig in das jeweilige interdisziplinäre Therapiekonzept eingebunden werden. Je früher sie eingesetzt werden, umso höher ist ihre therapeutische Effektivität.

Nachfolgend finden Sie eine kurze Beschreibung der minimal-invasiven interventionellen Verfahren, die an der MediClin Robert Janker Klinik durchgeführt werden.