Strahlentherapie behandelt gut- oder bösartige Erkrankungen mit energiereichen Röntgenstrahlen. Im Gegensatz zur Chemotherapie, bei der die eingesetzten Medikamente ihre Wirkung im ganzen Körper entfalten, wirkt Strahlentherapie örtlich begrenzt direkt am Tumor. Der Arzt bestrahlt bei der Behandlung gezielt einen engen, erkrankten Bereich, um das umliegende gesunde Gewebe zu schonen.
Die Therapie läuft folgendermaßen ab:
- Zuerst erstellt der behandelnde Arzt 3-D-Aufnahmen der betroffenen Körperteile mit einem Computertomographen.
- Auf diesen Aufnahmen kennzeichnet er dann das betroffene Gewebe und die umliegenden gesunden Organe. Der Bestrahlungscomputer errechnet die optimalste Lage der Bestrahlungsfelder, so dass die Behandlung möglichst schonend vonstatten geht.
- Dann bestrahlt der Arzt die Tumoren von mehreren Seiten. Dieses Verfahren nennt sich dreidimensionale konformale Bestrahlungstherapie.
Oft verteilen die Ärzte die Strahlendosis über mehrere Sitzungen. In diesem Fall spricht man von fraktionierter Bestrahlung.
Linearbeschleuniger stellt Strahlung her
Ein Linearbeschleuniger dient als Strahlenquelle. Der Beschleuniger stellt die Strahlung künstlich her.