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Asklepios Award 2013

PD Dr. med. Kovács erhält den 3. Preis in der Kategorie „Innovation“

„Faszinierende Bilder…“ finden auch viele Patienten, die an der neuen DSA-Anlage der MediClin Robert Janker Klinik in Bonn untersucht wurden. DSA steht für Digitale Subtraktions Angiographie. Das Verfahren ist weltweiter Standard für die Gefäßdiagnostik und -therapie, egal ob Hirn-, Herz- oder Lebergefäße. Die moderne Flachdetektortechnologie, wie sie an der MediClin Robert Janker Klinik Verwendung findet, hat für die Patienten den Vorteil einer geringsten Strahlenbelastung und für den untersuchenden Arzt den von extrem detaillierten Bildinformationen aus dem Körperinne-ren. Mit diesem medizinischen Großgerät können 3D-Bilder im CT-Modus erstellt werden, die eine deutlich präzisere Steuerung bei Kathetereingriffen ermöglichen. Diese räumlichen und hoch auf-lösenden Bilder sind bei sehr komplexen Eingriffen an Gefäßen unersetzlich. Mit dem sogenannten „Multimodal Image Guidance“ wird die Präzision der Eingriffe potenziert. Computertomographie, Magnetresonanztomographie und PET-CT-Aufnahmen können in das innovative DSA-Gerät der Bonner Fachklinik für Radiologie und Neuroradiologie importiert werden. Für den Krebspatienten ist die Bedeutung einfach zu erklären: Tumorfreies Gewebe wird geschont!

Mit diesem High-Tech Gerät konnte an der MediClin Robert Janker Klinik eine neue Methode ent-wickelt um insbesondere Lebertumore, die in der Katheterangiographie nicht sichtbar sind, zielsi-cher therapieren zu können. Diese Erweiterung des Therapiespektrums in der Leberkrebstherapie wurde kürzlich mit dem 3. Preis des diesjährigen Asklepios Awards in der Kategorie „Innovation“  ausgezeichnet. Der Asklepios Award wird in drei Kategorien ausgelobt: Qualität in der Medizin, In-novation und Mitarbeiterorientierung und Soziale Verantwortung.

Besonders Krebspatienten profitieren von den neuen therapeutischen Möglichkeiten zum Beispiel mit Leber-, Nieren- und Lungentumoren. Bei dieser patientenschonenden Behandlungsmethode werden durch Mikrokatheter Medikamente in einer hohen Konzentration gezielt in den Tumor ein-gebracht, ohne weitere gesunde Organe zu schädigen. Mit dieser Methode können die systemi-schen Nebenwirkungen der Chemotherapie deutlich reduziert werden. Dieses Verfahren, transar-terielle Chemoembolisation (TACE) genannt, wird vornehmlich bei bösartigen Tumoren oder Ab-siedlungen, sogenannten Metastasen in der Leber verwendet. TACE ist nach einer aktuellen Ein-schätzung der Europäischen Kardiovaskulären und Interventionellen Gesellschaft (Cardiovascular and Interventional Society of Europe) aus 2012 einer der effektivsten Therapien bei nicht ope-rablen Leberraumforderungen. Je nach Tumorart können sogar 20% der nicht operablen Patienten einer heilenden Operation zugeführt werden.