Krebsbewegt – Gemeinsam bekämpfen
Informationsveranstaltung „krebsbewegt“ am RheinAhrCampus Remagen –
Frau Prof. Dr. Dr. Brigitta Baumert informiert über die stationäre Strahlentherapie
Am 6. September 2013 fand eine Informationsveranstaltung der Selbsthilfegruppe Frauen mit und nach Krebs im RheinAhrCampus der Hochschule Koblenz in Remagen statt. Die Selbsthilfegruppe ist kein Verein. Sie werden finanziell und verwaltungstechnisch durch die Krankenkassen und die We-KISS (Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe) unterstützt. Die Idee für die Ver-anstaltung „krebsbewegt“ entstand nach dem Besuch einiger Krebs-Info-Veranstaltungen, die selten wirkliche Antworten auf Fragen und Bedürfnisse gaben. Ziel der Informationsveranstaltung sollte es sein, unabhängig von der Krebsart Männer und Frauen zu informieren.
Unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Sozialministers Alexander Schweitzer fand die Veranstaltung am RheinAhrCampus der Hochschule Koblenz in Remagen statt.
Betroffene und Interessierte konnten an insgesamt elf Vorträgen und sechs Workshops kostenlos teilnehmen und dabei eine Fülle von praktischen Ratschlägen und Expertenwissen mit nach Hause nehmen.
In der Informationsveranstaltung hielt Frau Prof. Dr. Dr. med. Brigitta Baumert, Leitende Oberärztin der Strahlentherapie und Radioonkologie der MediClin Robert Janker Klinik in Bonn einen Vortrag zum Thema „Stationäre Strahlentherapie“. Prof. Dr. Dr. Baumert erläuterte in ihrem Vortrag, dass viele Bestrahlungsbehandlungen ambulant durchgeführt werden können. In bestimmten Fällen aber ein stationärer Aufenthalt notwendig ist. Insbesondere bei einer zeitgleichen kombinierten Behandlung mit Strahlentherapie und Chemotherapie. Die radioonkologische Station der MediClin Robert Janker Klinik Bonn bietet die Möglichkeit Radiochemotherapien durchzuführen. In diesen Fällen ist eine intensive Betreuung erforderlich. Auch eine medikamentöse Schmerzeinstellung während einer palliativen Strahlenbehandlung kann eine stationäre Aufnahme erfordern.
Frau Prof. Dr. Dr. Baumert erläuterte auf der Informationsveranstaltung anhand von Beispielen die Möglichkeiten der modernen Strahlentherapie. Hierzu zählen z.B. neue Bestrahlungstechniken, die späte Folgeschäden am Herz bei der Brustbestrahlung vermeiden oder die Technik des integrierten simultanen Boostes, die die Länge der gesamten Bestrahlungsperiode verkürzt. Ein weiteres Beispiel ist die hochpräzise stereotaktisch geführte Strahlentherapie, die bei verschiedenen Indikationen wie Hirntumoren, Metastasen oder Lungenkrebs zur Anwendung kommt.
Die Veranstaltung fand großen Zuspruch bei Betroffenen, Interessierten, Ärzten und sonstigem medizinischen Fachpersonal. Die Vorträge und Workshops lieferten wichtige und hilfreiche Infor-mationen rund um das Thema Krebs.